Herkunft und Besonderheiten der Pinie

Die Pinie – auch Zirbelbaum – zählt zur Gattung der Kiefern, und so nimmt es nicht Wunder, wenn sie auch unter den Bezeichnungen “Italienische Steinkiefer” und “Mittelmeerkiefer” bekannt ist. Der Pinienbaum hat seine Heimat im nördlichen Mittelmeerraum, wo er in Wuchshöhen bis zu 30 Metern gedeiht und 200-250 Jahre alt wird. Charakteristisch für die Pinie sind ihre hellgrünen, leicht gebogenen Nadeln, deren Länge im Bereich von acht bis 20 Zentimetern variieren. Erst im fortgeschrittenen Alter von 15 bis 20 Jahren beginnt der Pinienbaum mit seiner Samenproduktion. Die als Pinienkerne gehandelten Samen sind essbar und werden gerne bei der Produktion von Konditoreiwaren eingesetzt.

Verbreitung: Iberien Bis Anatolien

Vorkommen der Pinie erstrecken sich über ein weites Verbreitungsgebiet, beginnend auf der iberischen Halbinsel über Italien bis hinein ins türkische Anatolien. Als geologisch-geografische Charakteristika gelten: Herkunftsstamm ungewiss. Spanien, Sizilien und Kreta sind als Urzellen in der Diskussion. Temperaturen von selten unter 0° und häufig über 30° Celsius bei Küstenlagen und Höhenregionen bis zu 1000 Metern sind für den Wärme und Licht liebenden Pinienbaum ideal. Schwach saure Böden gelten als ideal. Dort gibt sich die Pinie weitgehend resistent gegen Dürre. Die für den Pinienbaum typische, pyramidenähnlich strukturierte Schirmform bildet sich bei dieser langlebigen Pflanze erst im Alter von etwa 50 Jahren aus. In jungen Jahren trägt der Baum eine eher runde Krone. Typisch, quer durch alle Altersstrukturen, sind die bis zu 20 Zentimeter langen, hellgrünen Nadeln mit einer Breite bis zu zwei Millimetern.

Pinienkerne Von Wirtschaftlicher Bedeutung

Der Pinienbaum liefert Samen, auch Pinienkerne genannt. Ein Pinienzapfen benötigt drei Jahre bis zur Reife. Er enthält 15-20 Pinienkerne, die in unseren Breiten auch als Zirbelnüsse bezeichnet werden. In Abhängigkeit vom Standort liefert ein Pinienbaum bis zu 60 Kilogramm Samen. In geschältem Zustand finden die ölreichen Pinienkerne, die wie süße Mandeln schmecken, gerne Verwendung bei der Herstellung von Nahrungsmitteln und Konditoren-Süßwaren. Der Pinie kommt im Christentum die Rolle des Lebensbaums zu. Die Pinienzapfen sind Symbole für die Auferstehung und Unsterblichkeit.
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